Tobias

Als Passivanleger aktiv traden, geht das gut ?

Hallo zusammen,

Auch wenn es in diesem Blog in erster Linie um langfristige Geldanlage geht von der ich absolut überzeugt bin muss ich eines gestehen:

Auch in mir steckt ein Zocker. Und auch ich habe manchmal Angst etwas zu verpassen.

Immer nur jeden Monat einen bestimmten Betrag in ein paar ETF zu stecken ist manchmal einfach zu langweilig.

Gerade wenn man sich viel mit Finanzthemen auseinandersetzt hat man oftmals das (irrationale) Gefühl das Geld wäre anders irgendwie besser angelegt. Das führt zu Ungeduld, irrationalen Entscheidungen, unnötigem Umschichten und dadurch entstehenden Verlusten.

Für einen Teil dieses Problems habe ich seit einiger Zeit eine Lösung gefunden, die für mich gut funktioniert und die ich euch mitteilen möchte.

Kennt ihr das ?

Ich wühlt euch durch Finanzblogs und Börsenseiten, die einen schwören auf Dividendenaristokraten, wieder andere auf REIT’s und von Links und Rechts gibt es Empfehlungen welche Aktie jetzt besonders günstig ist oder demnächst wieder voll anzieht ?

Bitcoin ist auch gerade wieder auf einem Höhenflug und warum sollte man es nicht auch mal mit Aktienoptionen versuchen ?

Andi von Bavarian Value hat zu diesem psychologischen Effekt, kurz FOMO genannt, einen lesenswerten Beitrag geschrieben.

Und auch überzeugte ETF-Anleger sind davor nicht gefeilt. Statt des Xtrackers setzt man dann auf den Vanguard-ETF, weil der günstiger ist nur um kurz darauf auf den MSCI Edge Low-Volatility umzusatteln.

Doch in eurem Kopf wisst ihr eigentlich: „Ich will jetzt 20 Jahre sparen und investieren, kurze Schwankungen und Trends an den Börsen sollten mich nicht interessieren und kosten mich nur Geld.“

Auch mich störten diese Gedanken und lenkten mich von meinem eigentlichen Ziel ab, bis ich mir dachte: „Warum nicht Geld passiv anlegen und trotzdem nebenbei aktiv handeln“. Aber wie ?

Die günstige Alternative zum aktiven Traden an der Börse

Auch ich bin überzeugt, dass man auf lange Sicht den Markt nicht schlagen kann. Nicht ohne Insiderinformationen und extremes Glück.

Damit ich also durch das hin- und herhandeln an der Börse nicht unnötig Geld verpulvere habe ich mir ein paar wikifolios angelegt. Ein paar verfolgen zum Teil die Levermann-Strategie, Techwerte oder andere Trends, die ich für aussichtsreich halte.

Damit kann ich jede Handelsstrategie auf ihre Tauglichkeit testen. Das kostet nichts und selbst wenn ich investiere muss ich die Handelskosten nicht direkt tragen.

Gewinne werde ich hier wohl nur begrenzt machen, dafür ist mein Investmentansatz zu defensiv. Das Verlustrisiko ist allerdings durch mich mit einem Anteil pro wikifolio begrenzt worden.

Und dieser geringe Einsatz hat einen beachtlichen Effekt: Auf diesem Wege wird mir jedes mal wieder wunderbar bewusst, dass ich den Markt in den meisten Fällen eben nicht schlagen kann. Nur ein wikifolio von sieben sticht dabei etwas heraus und das besteht ironischerweise aus ETF.

Auch in den anderen wikifolios bin ich mit der Zeit dazu übergegangen nicht mehr hektisch hin und her sondern eher langsam und dosiert zu handeln.

Natürlich müsst ihr euch kein wikifolio erstellen, ihr könnt auch ein extra Depot bei OnVista oder DEGIRO eröffnen und dort aktiv handeln.

Der große Unterschied: Kein Investment – sondern ein Hobby

Der große Unterschied für mich bei der ganzen Sache ist aber: Das Kapital für die wikifolio Anteile entstammt meinem Hobbybudget und hier würde ich auch nie eine Vermischung vornehmen.

Hobby ist Hobby und Geldanlage ist Geldanlage. Bei dem einen könnt ihr machen was ihr wollt, die Regeln ändern oder einfach mal Pause machen beim anderen verfolgt ihr eine langfristige Strategie.

Mein Hobby betreibe ich manchmal eben gern aktiver, bei der Geldanlage bleibe ich passiv.

Vielleicht ist das auch für euch eine Variante. 

 


 

Handelt ihr eher passiv oder doch lieber aktiv ? Mit was habt ihr bessere Erfahrungen gemacht ? Lasst mir doch einfach einen Kommentar da. Danke.

Vielen Dank fürs Lesen und euch noch einen schönen Tag.

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