Tobias

Geld fürs Nichtstun ? Meine Erfahrungen mit Besuchertauschprogrammen (mit VM-Download)

Besuchertauschprogramme

Hallo zusammen,

keine Angst, hier geht es nicht ums schürfen irgendwelcher Digitalwährungen. Das ist mit Blick auf die Strompreise schon länger nicht mehr lukrativ.

Ich bin im Internet auf sogenannte Besuchertauschprogramme gestoßen und möchte euch diese kurz vorstellen. Dazu habe ich den Markt durchforstet und kann euch ein aus meiner Sicht solides Programm empfehlen. Im Beitrag erfahrt ihr auch welcher Verdinst damit möglich ist. Wenn ihr Lust habt das Ganze auch mal auszuprobieren habe ich euch eine virtuelle Maschine vorbereitet, damit es direkt losgehen kann.


Was sind Besuchertauschprogramme ?

Zusammengefasst gesagt surft euer Rechner automatisiert Internetseiten an und ihr erhaltet dafür Punkte. Diese Punkte könnt ihr dann ausgeben um entweder selbst eure Seiten besuchen zu lassen oder euch die gesammelten Punkte im besten Falle auszahlen zu lassen.


Sind Besuchertauschprogramme legal ?

Fremde Internetseiten zu besuchen ist per se erstmal erlaubt. Ob das ein Skript für euch erledigt ist dabei auch erstmal egal, so lange das nicht dazu führt, dass die Seite überlastet wird und somit für andere nicht mehr erreichbar ist.

Das Problem haben eher die Inhaber der Seiten, wenn sie zum Beispiel Werbung schalten und für einen “nicht echten” Besuch bezahlt werden oder mit diesen Fake-Besuchern ihre Rankings bei irgendwelchen “SEO-Seiten” boosten wollen. Ich selbst habe eine Unterseite auf der keine Werbung liegt ungefähr 100-mal besuchen lassen und muss sagen, dass dieser Traffic nicht wirklich wertvoll und sehr auffällig ist. Ich denke das werden auch die meisten cleveren SEO-Rankings merken. Auch die meisten Affiliate-Netzwerke (z.B. Google Ads) verbieten solche Methoden für ihre Nutzer explizit. Als Webseitenbetreiber kann ich deshalb eigentlich von der Nutzung von künstlichen Besuchern nur abraten.

Daher habe ich mich auf die andere Seite, das Geld verdienen damit, konzentriert.


Wie und was verdient der Anbieter ? Woran erkenne ich seriöse Programme ?

Es stellt sich natürlich bei so etwas immer die Frage ob das Ganze ein solides Geschäftsmodell oder eher eine Art Schneeballsystem ist. Ein klarer Indikator für ein Schneeballsystem ist immer wenn man Geld einzahlen muss oder sollte, damit man überhaupt die Funktionen des Tauschprogramms komplett nutzen kann. Auch ein “Punkteboost” oder sonstige merkwürdige Optionen die man sich erkaufen kann sind hier immer kritisch zu sehen. Unrealistische Verdienstversprechen (“Verdiene 100€ pro Tag durchs Nichtstun”) oder illegale Verdienstmöglichkeiten (du musst nur auf diese und diese Google Ads Werbung klicken und erhältst vom Verdienst einen Anteil) gehören zu den No-Go’s. Auch hohe Auszahlungshürden sind meist kein gutes Zeichen.

Vorneweg: Im Bereich der Besuchertauschprogramme treibt sich mehr als ein fragwürdiges System um.

Im Normalfall sollte der Anbieter durch die Differenz vom Wert den ein Nutzer für einen Webseitenbesuch erhält und dem was ein Kunde dafür bezahlt genug verdienen. Sollte die Anzahl der zahlenden Kunden zurückgehen sollte es einen börsenähnlichen Kurs für die verdienten Punkte geben, so dass der Anbieter nicht in Zahlungsschwierigkeiten gerät.


Welches Besuchertausch Programm ist seriös und empfehlenswert ?

Nachdem ich den Markt eine Weile durchforstet habe bin ich auf eBesucher.de gestoßen. Pluspunkte hier sind:

  • deutsche Webseite
  • Auszahlung ab 2 € möglich, es dauert einige Tage aber die Auszahlungen kamen bei mir bisher sehr zuverlässig an.
  • existiert seit 2002
  • variabler, börsenähnliche Preise für Verdienst und Wert der Punkte
  • die Differenz zwischen Einkauf und Ausschüttung der Punkte liegt bei ca. 50% (Gewinn für den Betreiber), eine seriöse Gewinnspanne mit der auch Rücklagen gebildet werden können ist also gegeben

Bei eBesucher.de kann man über eine sogenannte Surfbar, das manuelle Besuchen von Webseiten und das Lesen von Werbemails Punkte verdienen. Da es hier ums “Nichtstun” geht kann ich euch nur die Surfbar empfehlen. Die anderen Möglichkeiten sind für den Verdienst aus meiner Sicht zu zeitintensiv.

Der Rest des Artikels bezieht sich dann auch auf eBesucher. Über Anregungen für weitere seriöse Anbieter, die die obigen Kriterien zumindest annähernd erfüllen bin ich dankbar.


Was kann man mit Besuchertauschprogrammen ungefähr verdienen ?

Wie ich oben bereits geschrieben habe ist der Wert der Punkte variabel und hängt unter anderem von eurem Herkunftsland (deutschsprachige IP-Adressen werden hier bevorzugt), Browsertyp, Betriebssystem, Uhrzeit (in der Nacht sinken die Preise) und der generellen Konkurrenz (sind mehr Nutzer Online sinkt auch der Preis) und ob ihr “Inhalte für Erwachsene” akzeptiert ab. Als grober Richtwert sind 600 – 800 sogenannte “Besuchertauschpunkte” pro Stunde realistisch. Das entspricht aktuell etwa 1,5 Cent – 2 Cent pro Stunde.  Mein PC läuft ohnehin relativ viel und meist zu den Stoßzeiten, so dass pro Woche für mich aktuell ungefähr 2 € drin sind. Ungefähr 100€ also im Jahr.

Das klingt für den ein oder anderen vielleicht erstmal wenig. Bedenkt aber, dass hierzu bis auf die initiale Einrichtung fast kein Aufwand anfällt und so auf die Dauer komplett passiv ein netter Nebenverdienst anfällt.

Es gibt allerdings noch Möglichkeiten die Einnahmen zu steigern:

  • Die Surfbar auf 2 verschiedenen Rechnern mit unterschiedlicher IP-Adresse laufen lassen (ist nur sinnvoll, wenn der zweite Rechner aus irgendeinem Grund ohnehin läuft) verdoppelt die Einnahmen ungefähr.
  • Die anderen Angebote (wie oben beschrieben) nutzen. Damit kann man die Einnahmen auch ungefähr verdoppeln, der Aufwand steigt aber überproportional.
  • Referrals werben. Der Anteil den man hier erhält ist allerdings recht gering, so dass das nur bei wirklich vielen geworbenen Nutzern etwas bringt.
  • mit dem verwendeten Browsertyp bzw. den anderen obigen Parametern etwas rumspielen um die optimale Ausbeute an Punkten zu erzielen Ein paar Hinweise findet ihr hier.

Was ist mit dem Strompreis ?

Es ist absolut unrentabel, einen PC nur wegen eines Besuchertauschprogrammes laufen zu lassen. Bei einem Verbrauch von 200 Watt (Desktop-PC) und 30 Cent/KWh ergeben sich Stromkosten in Höhe von 6 Cent pro Stunde dem die Einnahmen in Höhe von 1,5 bis 2 Cent entgegen stehen. Anders sieht es aus, wenn der PC ohnehin läuft. Ein kleiner Test mit dem Strommessgerät ergab eine Differenz in Höhe von durchschnittlich 5%, wenn die VM genutzt wurde (was ich euch empfehle). Bleiben wir beim oberen Beispiel ergibt das 10 Watt, oder 0,3 Cent pro Stunde. Die Werte können natürlich leicht variieren. Diese 0,3 Cent schmälern euer passives Einkommen erneut um ca. 20%.

Habt ihr mehrere Programme nebeneinander am Laufen verringert sich dieser Nachteil im Normalfall, hierfür müsst ihr aber mehrere seriöse Anbieter finden, was mir bisher nicht gelungen ist. Ich freue mich natürlich über Empfehlungen, schreibt die einfach in die Kommentare.


Risiken und Nebenwirkungen

Wie immer gibt es auch hier Risiken. Durch die Nutzung einer Surfbar überlasst ihr die Kontrolle über euren Browser dem Anbieter und auch demjenigen der diesen bezahlt. Es ist also theoretisch möglich, sich zum Beispiel über Werbung auf einer infizierten Webseite einen Virus einzufangen. Das kann euch natürlich auch beim Surfen im Netz passieren. Die meisten eBesucher-Käufer sind allerdings seriös und vor der Freischaltung wird jede Seite geprüft. Schwarze Schafe gibt es allerdings überall.

Um dieses Risiko auszuschließen würde ich ein solches Programm nur in einer gesicherten Umgebung (Virtuellen Maschine) oder/und möglichst unter Linux laufen lassen. Einem modernen PC macht das Laufen einer solchen VM nichts aus, ist dieser aber ohnehin schon etwas älter könnte man damit aber seine Leistungsgrenzen sprengen.


Fazit: Besuchertauschprogramme

Wie ihr seht werdet ihr mit einem seriösen Besuchertauschprogramm nicht reich werden.

Ein kleines Taschengeld ist aber drin und ihr müsst euch nach dem initialen Aufbau um fast nichts mehr kümmern.

Passives Einkommen eben.


Du möchtest ein Besuchertausch Programm testen ?

Damit das Ganze auch sicher abläuft empfehle ich dir die Lösung mit der Virtuellen Maschine zu nutzen.

Das hat für dich auch den Vorteil, dass eventuelle Browserabstürze automatisch abgefangen werden.

Da ich schon alles vorbereitet habe besteht das Ganze für dich nur aus ein paar einfachen Schritten:

  1. Melde dich bei eBesucher.de an. Es wäre nett wenn du hierzu den Referral-Link von mir nutzt, das hat für dich keinerlei Nachteile. Du wirst nach deinen Interessen befragt, hier solltest du möglichst viele (oder alle) auswählen.
  2. Im Anschluss solltest du die Einstellungen für die Surfbar anpassen. Aktiviere hier am Besten alles, auch den Turbomodus und setze die Priorität maximal Richtung Bonus. Speichern nicht vergessen.
  3. Lade und installiere VirtualBox für dein Betriebssystem. Bei der Installation kannst du alle Einstellungen auf Standard lassen. Eventuell ist ein Neustart notwendig.
  4. Lade dir die VM von Google Drive (3,6 GB) mit bereits allen benötigten Einstellungen herunter.
  5. Starte VirtualBox, klicke auf Datei / Appliance importieren. Wähle die heruntergeladene Datei aus und klicke auf Weiter und anschließend importieren.
  6. In VirtualBox hast du jetzt eine VM mit dem Namen “EBesucher-Ubuntu”. Diese startest du mit einem Doppelklick und wartest bis das System hochgefahren ist.
  7. Jetzt wirst du direkt nach deiner Sprache gefragt (eventuell musst du links aufs eBesucher-Icon klicken). Im nächsten Fenster musst du deinen Nutzernamen und den sogenannten “Restarter-Code” eingeben. Diesen erhältst du hier. Beim Browser den Firefox auswählen und mit den Standardeinstellungen fortfahren.
  8. Jetzt kann es losgehen. Die Surfbar sollte nach 1-2 Minuten anfangen an automatisch Seiten zu besuchen.
  9. Die virtuelle Maschine sollte die Surfbar offen halten solange die VM läuft. Über die Statistik kannst du nachvollziehen wie viele Punkte du verdienst. Ab 2 € kannst du eine Auszahlung per Paypal oder SEPA-Überweisung beantragen.
  10. Hier findet ihr noch eine Anleitung die virtuelle Maschine beim Windows-Start automatisch mitzustarten. Falls du tiefergehende Änderungen im Linux durchführen möchtest ist das Passwort für den Nutzer: “ebesucher”.

Beachte bitte bei allem auch die AGB von eBesucher:

  • Die Surfbar darf nur auf einem Rechner mit angeschlossenem Monitor geöffnet werden und muss die gesamte Zeit im sichtbaren Bereich verbleiben. Die Nutzung der Surfbar auf Servern ist nicht gestattet.

Ich hoffe dieser Beitrag hat euch weitergeholfen.

Solltet ihr Probleme mit der VM haben helfe ich euch gern in den Kommentaren weiter.

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